Haus der Hoffnung 

Im abgelaufenen Jahr durften drei Kinder aus dem Haus der Hoffnung in ihre Familie gehen. Alexandra ging im Frühjahr, Alessia im Sommer in ihre Adoptivfamilie. Titi kehrte Anfang Dezember in seine Herkunftsfamilie zurück, der erste Fall von Rückintegration. Besonders glücklich ist er über seine kleine Schwester, die im November geboren wurde. Insgesamt durften schon 39 Kinder in gute Familie gehen, wo sie einen neuen Start im Leben bekommen haben. 

Eine besondere Herausforderung war im Februar 2018 die Aufnahme von fünf leiblichen Geschwistern im Alter zwischen 3 und 9 Jahren, die in ihrer Herkunftsfamilie viel Gewalt erlebt hatten. Carisia, die älteste der fünf, kann jetzt in einer Musik- und Kunstschule in Arad ihre Talente entfalten.

Aufgrund neuer feuerpolizeilicher Auflagen  wurden Planungs- und Umbaumaßnahmen erforderlich, um das Haus der Hoffnung weiterführen zu können. Diese waren mit hohen Kosten verbunden und werden erst 2019 abgeschlossen sein. 

Mit den Hilfsgütern aus Österreich wurden Bedürftige in Sambateni und Umgebung unterstützt. Auch die Flohmärkte im Hof des Kinderheims wurden von vielen Menschen besucht. Im Sozialladen Spatiu in Arad werden Lebensmittel ausgeteilt und Familien beraten, die Interesse an Adoption und Pflege haben.

 

Hausrenovierung Familie Dima / Heim für eine sechsköpfige Familie

Dank der Großzügigkeit unserer Missionsfreunde (Weihnachtsaktion 2017 und anderes) konnte im Lauf des Jahres das baufällige Haus der Familie Dima renoviert werden. Diese Familie in der Nähe von Brasov (Rumänien) setzt sich bereitwillig für andere ein, obwohl sie selbst sehr arm sind. Familie Matei, Mitglieder einer Roma-Gemeinde in der Nähe von Targu Mures (Rumänien), konnten wir helfen, ein kleines Häuschen zu erwerben. Sie hatten zuvor in einem Zimmer im Haus ihres Pastors sehr beengt gewohnt. Im kommenden Frühjahr können Florin und Mandra Matei auch in dem großen Garten Gemüse anbauen und die Kinder haben Platz zum Spielen. Zwei Kinder aus der Familie konnten ins Kinderpatenschaftsprogramm aufgenommen werden, eine Unterstützung, die auch für zahlreiche andere Familien ein großer Segen ist.  

Zwei Familien in Rumänien erhalten eine zusätzliche monatliche Unterstützung, da die eine Familie den Vater, die andere die Mutter verloren hat.

 

Trainingsschule in Brasov

Im abgelaufenen Jahr wurde erstmals ein behindertes Mädchen in die von Paul Militaru geleitete Trainingsschule in Brasov aufgenommen. Zur großen Freude ihrer Eltern hat Maria die Aufnahmeprüfung fürs Gymnasium bestanden, ebenso wie alle anderen Schützlinge von Paul. Dieser muss sich leider einer weiteren Operation wegen Bandscheibenproblemen unterziehen, die im Herbst wegen eines hartnäckigen Hustens immer wieder aufgeschoben werden musste.

 

Suppenküchen

Laszlo Santas Suppenküche in Becej (Serbien) musste leider aufgrund einer behördlichen Anordnung geschlossen werden. Derzeit gibt es erweiterte Familienessen mit Gästen aus dem Ort und es werden Lebensmittelpakete an Notleidende verteilt. Der Spielplatz im Hof des Gemeindehauses wird von den Kindern, die zum Essen kommen, ausgiebig genutzt und steht auch für Kinderfreizeiten im Sommer zur Verfügung. Die von Tibor Varga und seinem Team betriebene Suppenküche in Csantavér (Serbien) war auch 2018 regelmäßig am Dienstag und Samstag in Betrieb und bot warme Mahlzeiten an. Einige der Besucher gehen jetzt zu den Gottesdiensten der von Tibor geleiteten Gemeinde. Im Rahmen des Projektes Koinonia wurden Gemeinschaftsessen für Notleidende in Mukatschewe (Ukraine) organisiert. Bei den Gemeinschaftsessen empfangen die Teilnehmer nicht nur Nahrung, sondern auch Trost und Hoffnung durch die Botschaft des Evangeliums.

Ferienlager für Kinder und Jugendliche

Dank der Unterstützung durch unsere Missionsfreunde erlebten Kinder und Jugendliche in sechs Ländern Osteuropas einen Höhepunkt des Sommers. Auf der Farm in Petöfiszállás übernahm ein junges Team, darunter der Sohn des regionalen Leiters, die Verantwortung. Pastor Barna Luczi berichtete aus Rumänien von der kaum zu beschreibenden Freude der Kinder, die sonst keinen Urlaub hätten verbringen können, und dass einige von ihnen Jesus in ihr Herz aufgenommen haben. Auch im Kosovo konnte Violeta Selmanaj wieder eine Kinderfreizeit abhalten. 

 

Hilfsgütertransporte

Im abgelaufenen Jahr wurden sieben Hilfsgütertransporte durchgeführt. Vier gingen an unsere Partnerorganisation in Ungarn, drei nach Rumänien. Dazu kommen noch die unabhängig von der Osteuropamission organisierten Transporte nach Rumänien von Sammelstellen, die Marion und Dorin Moldovan und ihre Freunde eingerichtet haben. Sowohl die Osteuropamission Ungarn als auch Marion und Dorin Moldovan bekommen wertvolle Lieferungen von Lebensmitteln und anderen Hilfsgütern von unseren Freunden von ORA in Andorf. Die Bereitstellung von Weihnachtspaketen für missionarische Weihnachtsfeiern mit Kindern in Ungarn, Rumänien und der Ukraine durch ORA ist schon zu einer lieb gewordenen Tradition geworden, die auch 2018 fortgesetzt wurde.

Für einen Missionar in Albanien, der in Tirana unter den Ärmsten arbeitet, konnte ein Fahrzeug angeschafft werden, mit dem er die Menschen rascher erreichen und Hilfsgüter transportieren kann.

 

Winterhilfe

Der Winter ist eine besonders harte Zeit für die Armen in Osteuropa. Nicht nur in der Ukraine und in Serbien, auch in EU Mitgliedsstaaten wie Ungarn und Rumänien gibt es mühsam zusammengeflickte Behausungen, die kaum warm zu halten sind. Auch 2018 war unsere seit Jahren laufende Brennholzaktion eine große Hilfe. Lebensmittelpakete waren und sind im Winter besonders willkommen, wenn die meisten Gelegenheitsarbeiter keine Arbeit haben und es im eigenen Garten nichts zu ernten gibt. 

 

Flüchtlingshilfe

Tibor Varga, sein Sohn David und ihr Team versorgten im Norden Serbiens gestrandete Flüchtlinge, für die es drei Jahre nach Schließung der Balkanroute kaum mehr ein Weiterkommen gibt, mit Nahrungsmitteln. Eine iranische Familie besucht regelmäßig die von Tibor geleitete Gemeinde und ließ sich taufen. Sie werden von Tibor anhand von Literatur in Farsi weiter im Glauben unterreichtet. In Ungarn gab es 2018 nur noch sehr wenige Flüchtlinge. Im Süden und Westen der Ukraine leben zahlreiche Binnenflüchtlinge, darunter auch Christen aus protestantischen Kirchen, die in den völkerrechtlich nicht anerkannten „Volksrepubliken“ Lugansk und Donezk keine Heimat mehr haben. Unsere Partner von der Osteuropamission Ukraine helfen nach besten Kräften.

Unterstützung älterer Menschen

Dienst an älteren Menschen wurde auch 2018 in mehreren Ländern geleistet. Unsere Mitarbeiter in der Ukraine halfen mit Lebensmitteln und Heizmaterial und auch bei praktischen Arbeiten. In mehreren Fällen konnten wichtige medizinische Behandlungen bezahlt werden. Ein besonderer Dienst sind die Besuche unseres ukrainischen Mitarbeiters Leonard und seines Teams in den Leprakolonien, für die sie Tausende von Kilometern zurücklegen. Pastor Flatun Zaimaj unterstützt nach besten Kräften alte Menschen in seiner albanischen Heimat und vermittelt ihnen, dass Gott sie nicht vergessen hat. Das von Vitali und Larissa Ivanov geleitete Altersheim in Tiflis, Georgien, war auch 2018 ein Ort der Liebe und Geborgenheit für ältere Menschen, die weder vom Staat noch von ihren oft selbst verarmten Verwandten Unterstützung erhalten. Überdies besuchten Vitali und Larissa Familien und ältere Menschen in zahlreichen Städten und Dörfern außerhalb der Hauptstadt und halfen mit Lebensmittelpaketen. Sie sind besonders glücklich darüber, dass sich etliche Empfänger dem Glauben an Jesus Christus zugewandt haben und Gottesdienste in christlichen Gemeinden besuchen, weil sie von der Barmherzigkeit der Missionsmitarbeiter stark berührt sind.

 Gebet für die verfolgte Kirche 

Im November luden wir wieder zur Beteiligung am Sonntag der verfolgten Kirche ein, der von der Evangelischen Allianz organisiert wird. Damit besinnt sich die Osteuropamission auf ihre Wurzeln in einer Zeit, als Christen in ganz Osteuropa massiv verfolgt wurden.

 Weihnachtsfeiern für Kinder in Ungarn und Rumänien

Von unseren Freunden von ORA erhielten wir über 700 Weihnachtspakete. Ein Teil wurde bei einem Weihnachtsprogramm in Örkény und Tiszabura im Süden Ungarns verteilt. Unser Partner Attila Kérészi verteilte Weihnachtspakete bei Familien, die im Rahmen des Kinderpatenschaftsprogramms unterstützt werden, in einem Heim für geistig Behinderte und in einer christlichen Gemeinde. 150 Pakete wurden nach Mircuea Ciuc in Rumänien gebracht, wo die örtliche Baptistengemeinde ein Programm für Kinder gestaltete.

 Evangelisation

Ob bei den Kinderfreizeiten, Weihnachtsfeiern, Hilfsgüterverteilungen oder in der Flüchtlingshilfe - unsere Aktionen sind untrennbar verbunden mit der Verkündigung der guten Nachricht von Jesus Christus.