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Zusammenfassender Bericht von Waltraud Jäger

Wie in allen anderen Bildungseinrichtungen verlief das vergangene Sommersemester auch in der Trainingsschule in Brasov unter ungewöhnlichen Bedingungen. Im Herbst begann das Arbeitsjahr in dem von Paul Militaru geleiteten Projekt, das Kinder aus bedürftigen Familien auf die Aufnahmeprüfung für höhere Schulen vorbereitet, mit den Kursen in den Hauptgegenständen.

Im Dezember gab es in Rumänien eine heftige Grippewelle, sodass viele Kinder erkrankten. So versäumten einige die stimmungsvolle Weihnachtsfeier in der Trainingsschule, die Paul und seine Frau Ligia mit Liedern, Bibeltexten, Geschenken und einem guten Essen vorbereitet hatten. 

Nach einem Besuch in Cluj versagte der Minibus ausgerechnet auf der Autobahn seinen Dienst. Das Auto musste 110 km weit abgeschleppt werden und eine größere teure Reparatur war nötig. Nach dieser Aktion wurde Paul krank und erholte sich nur langsam.

Mit dem Beginn der Corona-Krise im März wurden in Rumänien ähnliche Maßnahmen verhängt wie bei uns (vgl. Mai-Rundbrief). In den bedürftigen Familien waren viele Personen in einer kleinen Wohnung eingesperrt, sodass das Online-Lernen zur Herausforderung wurde. In der Trainingsschule war die Vorbereitung auf die Aufnahmeprüfung für Lehrer und SchülerInnen aufwändiger und schwieriger als in früheren Jahren. Paul unterrichtete die Kinder via Internet in kleinen Gruppen, wobei vor allem die meist schlechte Verbindung ein großes Problem war. Alle brauchten viel Geduld und Durchhaltevermögen. Doch die Kinder blieben motiviert und stellten sich flexibel auf die Bedingungen ein. Ende Juni fanden die Prüfungen unter veränderten Bedingungen statt – mit Maske und Abstand halten. Alle Schülerinnen und Schüler der Trainingsschule erzielten sehr gute Ergebnisse, zwischen 8.33 und 9 von der Bestnote 10. Sie dankten Gott und geben Ihm dafür die Ehre! Natürlich waren auch die Eltern sehr glücklich, die vor allem mit ihren Gebeten hinter den Kindern standen. Diesen steht nun die Tür zu einer guten Ausbildung und einer besseren Zukunft offen.     

Paul Militaru bewältigte nicht nur ein Schuljahr, wie es nie zuvor eines gegeben hatte, sondern stand auch vielen Familien im Kinderpatenschaftsprogramm bei, die durch die Corona-Maßnahmen hart getroffen waren. Allen Missionsfreunden, die die Bedürftigen finanziell unterstützt haben, danken wir von Herzen. Durch die Ausgangsbeschränkungen war es für Paul oft nicht einfach, die Hilfe zu den Familien zu bringen.

Im Juni war es möglich, Brennholz günstig einzukaufen, um damit die ärmsten Familien zu versorgen. Bisher erledigte Paul den Transport mit dem mittlerweile etwas altersschwachen Minibus und einem kleinen Anhänger. Private Missionsfreunde aus Österreich finanzierten vor einigen Monaten einen Klein-LKW, mit dem er nun Holz und andere Hilfsgüter viel besser transportieren kann.

In Pauls Familie dient bereits die zweite Generation im Reich Gottes. Sein Sohn hat in der Gemeinde mit einigen jungen Leuten ein Projekt gestartet. Sie besuchen alte Leute, bringen ihnen Lebensmittel und Süßigkeiten und beten und singen mit ihnen. Das bringt den Senioren große Freude und kostet fast kein Geld.

Im September beginnt ein neues Arbeitsjahr in der Trainingsschule. Bitte beten Sie dafür, dass dies unter möglichst normalen Bedingungen möglich ist. Wer dieses nachhaltige, sehr effiziente Projekt unterstützen möchte – vielleicht sogar regelmäßig – vermerkt bitte „Trainingsschule“, vielen Dank.